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Die richtige Gartenausrüstung für die ganzjährige Gartenpflege wählen

Ein Garten braucht das ganze Jahr über Pflege, und jede Jahreszeit erfordert andere Arbeiten: schneiden, umgraben, mähen, gießen, Unkraut jäten. Die Wahl der Ausrüstung…

Femme jardinière choisissant un outil de jardinage parmi un rack en bois fixé à un mur de pierre dans un jardin entretenu

Ein Garten will das ganze Jahr über gepflegt werden, und jede Jahreszeit erfordert andere Handgriffe: schneiden, umgraben, mähen, gießen, jäten. Die Wahl der Gartengeräte bestimmt nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern auch, wie anstrengend sie ist und wie lange die Geräte halten. Wer seine Werkzeuge auf die Bodenbeschaffenheit, die angebauten Pflanzen und die zu bearbeitende Fläche abstimmt, schafft die Grundlage für eine effiziente Gartenpflege das ganze Jahr über.

Reparierbarkeit und Lebensdauer: zwei Kriterien, die wichtiger sind als der Kaufpreis

Die meisten Kaufratgeber vergleichen Werkzeuge nach Preis oder Marke. Ein oft entscheidenderes Kriterium gerät dabei in den Hintergrund: Lässt sich das Werkzeug reparieren, statt es ersetzen zu müssen?

Eine Gartenschere, bei der sich Klinge oder Feder austauschen lassen, hält mehrere Saisons länger als ein einteiliges Modell, das ein paar Euro weniger kostet. Dasselbe gilt für Spatenstiele, Rechenköpfe und Heckenscherenmesser. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob für das gewünschte Modell Ersatzteile erhältlich sind.

Auch bei motorisierten Geräten spielt die Reparierbarkeit eine Rolle. Ein Rasenmäher, bei dem sich Gehäuse, Messer oder Filter problemlos austauschen lassen, ist auf lange Sicht eine lohnendere Investition. Die Gesamtkosten eines Werkzeugs setzen sich aus dem Kaufpreis und den Kosten für vorzeitige Ersatzbeschaffungen zusammen. Ein reparierbares, teureres Werkzeug kommt nach drei oder vier Jahren oft günstiger.

Unter Gartengeräte von Info Jardinage finden Sie verschiedene Gerätekategorien mit ihren technischen Merkmalen im Überblick.

Im Herbst kniet ein Mann im Garten und lockert mit einem Handgrubber die Erde rund um Rosen

Bodenbearbeitungsgeräte: Die Klinge muss zum Boden passen

Die Bodenbeschaffenheit ist für die Wahl der Werkzeuge wichtiger als jeder andere Faktor. Schwerer, klebriger Lehmboden erfordert andere Geräte als ein leichter Sandboden.

Spaten, Grabegabel und Broadfork

Ein klassischer Spaten eignet sich für lockere Böden und kleine Flächen. Auf verdichtetem Boden muss man damit kräftig drücken, was den Rücken schnell ermüdet. Eine Grabegabel dringt dank ihrer Zinken besser in Lehmboden ein, ohne die tieferen Bodenschichten umzuwenden.

Eine Broadfork (auch Biogabel genannt) lockert den Boden, ohne ihn zu wenden, und schont so das Bodenleben. Im Gemüsegarten ersetzt sie den Spaten besonders gut, wenn der Boden bereits bearbeitet wurde. Die schaukelnde Bewegung beansprucht vor allem die Beine und entlastet den Rücken.

Hacke und Gartenkralle

Mit der Hacke lässt sich die Oberflächenkruste aufbrechen, die oberste Bodenschicht belüften und Unkraut abschneiden. Die Gartenkralle mit ihren gebogenen Zinken eignet sich besser dazu, nach dem Umgraben Erdklumpen zu zerkleinern oder Kompost einzuarbeiten. Jedes Werkzeug ist für eine bestimmte Arbeitstiefe ausgelegt – wer die Geräte verwechselt, wendet unnötig viel Kraft auf.

Gartenscheren und Schnittwerkzeuge: Die Wahl richtet sich nach dem Astdurchmesser

Vom Frühjahr bis zum Herbst gehört der Rückschnitt zu den häufigsten Arbeiten im Garten. Welches Werkzeug sich eignet, hängt direkt vom Durchmesser der zu schneidenden Äste ab.

  • Eine Bypass-Gartenschere (zwei aneinander vorbeigleitende Klingen sorgen für einen sauberen Schnitt) eignet sich für grüne Triebe und dünne Stängel. Sie hinterlässt eine saubere Schnittfläche, die besser verheilt, und ist daher besonders für Rosen, Stauden und junge Triebe geeignet.
  • Eine Amboss-Gartenschere (die Klinge drückt auf eine flache Gegenfläche) erfordert weniger Kraft und eignet sich für totes oder trockenes Holz, bei dem ein sauberer Schnitt weniger wichtig ist.
  • Eine Astschere erweitert die Schnittmöglichkeiten über die Reichweite einer Gartenschere hinaus. Ihre langen Griffe sorgen für die nötige Hebelwirkung bei Ästen mittlerer Stärke.
  • Bei dickeren Ästen kommt eine Astsäge zum Einsatz. Eine japanische Säge mit Zugzahnung (sie schneidet auf Zug) erfordert weniger Kraft und hinterlässt eine feinere Schnittfläche.

Wer mit einer Gartenschere einen zu dicken Ast schneidet, beschädigt die Klinge und quetscht das Holz, wodurch Krankheiten leichter eindringen können. Das richtige Schnittwerkzeug ist auf den Durchmesser des jeweiligen Astes abgestimmt.

Draufsicht auf wichtige Gartengeräte, die auf einer Werkbank aus Holz in einem rustikalen Gartenschuppen liegen

Bewässerung und Wasserbeschränkungen: Geräte an die örtlichen Vorschriften anpassen

Die Wahl der Bewässerungsgeräte hängt nicht nur von der zu bewässernden Fläche ab. Bei Trockenheit gelten je nach Gemeinde und Warnstufe unterschiedliche Wasserbeschränkungen, die mitunter auch zwischen verschiedenen Nutzungsarten unterscheiden, etwa Rasen, Gemüsegarten und Beete.

Auf der öffentlichen Website VigiEau können Sie die geltenden Maßnahmen für Ihre Gemeinde und den jeweiligen Verwendungszweck einsehen. Eine Investition in eine programmierbare automatische Bewässerung oder ein Tropfbewässerungssystem ist nur dann sinnvoll, wenn die Nutzung vor Ort erlaubt ist, wenn der Garten Wasser braucht.

Regenwassernutzung: eine Ergänzung, keine Garantie

Ein Regenwassertank verringert die Abhängigkeit vom öffentlichen Wassernetz, garantiert aber nicht, dass bei Beschränkungen generell gegossen werden darf. Manche behördlichen Verordnungen legen besondere Bedingungen für die Nutzung von Regenwasser fest, andere verbieten sie für bestimmte Zwecke ebenso wie Wasser aus dem Leitungsnetz. Prüfen Sie daher die örtlichen Vorschriften, bevor Sie in einen Speicher investieren.

Die Tropfbewässerung ist die wassersparendste Bewässerungsmethode und wird bei einer Warnstufe häufig weiterhin erlaubt, da sie gezielt den Wurzelbereich versorgt und kein Wasser verschwendet. Für Gemüsebeete und Pflanzflächen ist sie die erste Wahl.

Rasenpflege: Rasenmäher und ergänzende Geräte

Vom Frühjahr bis zum Herbst muss der Rasen regelmäßig gepflegt werden. Welcher Rasenmäher geeignet ist, hängt von der Fläche und der Beschaffenheit des Geländes ab.

Für kleine Flächen reicht ein handbetriebener Spindelmäher aus. Er sorgt für einen sauberen Schnitt und kommt ohne Lärm und Kraftstoff aus. Ab einigen Hundert Quadratmetern ist ein Benzin- oder Elektromäher (mit Kabel oder Akku) erforderlich. Akku-Rasenmäher eignen sich für mittelgroße Flächen und ersparen das Hantieren mit dem Stromkabel, allerdings nimmt ihre Laufzeit mit der Zeit ab.

Ergänzend zum Mähen belüftet ein Vertikutierer den Rasen im Frühjahr, indem er den angesammelten Rasenfilz entfernt. Mit einem Streuwagen lassen sich Kompost oder Bodenverbesserer gleichmäßig verteilen. Diese beiden Geräte reichen bei ein- bis zweimaligem Einsatz pro Jahr aus, um einen dichten Rasen zu erhalten – ganz ohne chemische Behandlungen. Synthetische Pflanzenschutzmittel sind für Privatpersonen seit 2019 verboten.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Saubere und scharfe Werkzeuge arbeiten besser und halten länger. Klingen nach jedem Einsatz reinigen, die Gelenke von Gartenscheren ölen und das Mähwerk am Ende der Saison leeren – mit solchen einfachen Handgriffen wird aus einem einmaligen Kauf eine langlebige Ausstattung.

Die richtige Gartenausrüstung für die ganzjährige Gartenpflege wählen